Schach dem Gießkannenprinzip
Saturday, 19 September 2020 15:49Österreichs F&E-Rate ist mit 3,2 Prozent am BIP die zweithöchste innerhalb der EU. Als ganz wesentlichen Nachteil für unser Industrieland kritisieren Fachleute aber die seit langem unzureichende Dotierung der wettbewerblichen Förderung der Grundlagenforschung, die sich am untersten Ende der Skala findet. Dabei wird der globale Kampf um die „besten Köpfe“ immer intensiver. Wo die Hebel anzusetzen sind, ist bekannt.
indringlicher Mahner in Sachen Forschungsförderung war über die Jahre immer wieder Hannes Androsch. Besonders deutlich fielen seine Worte im Vorfeld seines kürzlich erfolgten planmäßigen Rücktritts als Präsident des „Rates für Forschung und Technologieentwicklung“ aus. Dabei attestierte er Österreich eine „unverantwortliche Zukunftsvergessenheit“ und ein Staat der „Ankündigungsweltmeister“ zu sein, das Fehlen einer Forschungsstrategie bis 2030 und einen bereits feststellbaren „enormen brain drain“ ins Ausland. Was die gesamte EU betrifft, zeichnete er das Bild eines „kalten Krieges“ mit den USA und der VR China, in dem es um die „Vorherrschaft bei Zukunftstechnologien“ gehe. Positiv aufgenommen wurden seine klaren Worte von den Führungskräften der heimischen Forschungsförderungsorganisationen. Sie fühlen sich dadurch bestätigt, „der Politik“ neuerlich ihre Ver-antwortung für die Zukunft des Landes in Erinnerung zu rufen. Sie können dabei auf entsprechende Absichtserklärungen im Regierungsprogramm von „Türkis/Grün“ verweisen (Kurzfassung): Beschluss des „Forschungsfinanzierungsgesetzes“ (eines Wachstumspfads, der mehrjährige Finanzierungs- und Planungssicherheit gibt); Erarbeitung einer Strategie für Forschung, Innovation und Technologie (FTI) 2030; Stärkung der Grundlagenforschung durch eine „Exzel-lenzinitiative“; Bekenntnis zu einer Technologie- und Klimaoffensive in der Angewandten Forschung. Das Forschungsfinanzierungsgesetz wurde kürzlich vom Nationalrat beschlossen und damit zumindest ein dreijähriger Planungshorizont sichergestellt. Was nach wie vor fehlt, ist der alles entscheidende Finanzierungsteil. Ungeklärt sind zudem die nachhaltige Dotierung der Universitäten und die Valorisierung des Fachhochschulbudgets.
Das sind Österreichs wichtigste Förderagenturen
Nutznießer sollen also sowohl die Grundlagenforschung als auch die Angewandte Forschung sein. Förderanträge bearbeiten der bereits 1968 eingerichtete „Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung FWF“ (Grundlagen-forschung) und, für die unternehmensnahe Forschung, die 2004 gegründete, im Eigentum von zwei Bundesministerien stehende, „Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft“ (FFG). Beim FWF handelt es sich um eine Institution mit eigener Rechtspersönlichkeit. Das Verhältnis der finanziellen Dotierung von FWF und FFG betrug 2019 in etwa eins zu drei. Die dritte große Agentur ist die „Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft“ (aws), die Förderbank des Bundes für unternehmensbezogene Forschungsvorhaben. Projekte der Life Sciences werden u. a. von der „Ludwig Boltzmann Gesellschaft“ unterstützt. Die „Christian Doppler Forschungsgesellschaft“ (CDG) stellt gleichsam die Verbindung zwischen der Förderung der Grundlagenforschung und der Angewandten Forschung dar. Sie ist als Verein in einer Public-Private-Partnership organisiert. Instrumente der CDG sind die „Christian Doppler Labors“ (für Kooperationen zwischen den Universitäten und den Unternehmen) und die „Josef Ressel Zentren“ (Fachhochschulen plus Wirtschaft). CDG-Präsident Martin Gerzabek kann über ein Jahresbudget von 30 Mio. Euro verfügen. Er freut sich, dass die Agentur nun auch im Forschungsfinanzierungsgesetz als zentraler Forschungsförderer verankert wurde. Die Agenturen beziehen die von ihnen vergebenen Fördergelder wiederum zum Teil aus der (derzeit unbefüllten) „Nationalstiftung“ und dem „Österreich Fonds“. Die Nicht-Dotierung der Nationalstiftung würde zu einem wesentlichen Einschnitt in den Budgets der Agenturen führen.
Die Grundlagenforschung hat „Vorsorgefunktion“ für die Gesellschaft
Seit langem ist ein Trend zur Privatisierung der Wissensgenerierung zu verzeichnen. Das Engagement der Industrie ist durchaus begrüßenswert, es birgt aber auch Risiken. Es geht dabei etwa um die mögliche Einschränkung der thematischen Vielfalt und darum, wem letztlich die durch private Gelder gewonnenen Erkenntnisse gehören. Als ein zentrales Argument für die staatliche Unterstützung der Grundlagenforschung nennt FWF-Präsident Klement Tockner deren „Vorsorgefunktion“ für die Gesellschaft. Im Unterschied zur Angewandten Forschung sei nämlich einzig die Grundlagenforschung in der Lage, künftige Herausforderungen und Krisen möglichst früh zu identifizieren, uns darauf vorzubereiten und, im Idealfall, Letztere sogar abzuwenden. Tockner: „Das Engagement auf diesem Terrain ist risikoreicher und muss zumeist auch längerfristig angelegt sein, weshalb sich die öffentliche Hand von dieser Aufgabe keinesfalls zurückziehen darf – ganz im Gegenteil!“ In ganz praktischer Hinsicht sind die vom FWF vergebenen Fördergelder für Personen am Beginn ihrer wissenschaftlichen Karriere besonders wichtig. Gelingt es den Jungen nämlich nicht, diese Ersthilfe zu bekommen, dann droht die Zahl und ev. auch die Qualität ihrer Projekte abzunehmen, wodurch es für sie wiederum viel schwieriger wird, Drittmittel zu lukrieren. Wie wichtig diese aber sind, zeigt die Lage an unseren Universitäten: Die Finanzierung des Bundes deckt im Wesentlichen nur noch die Kosten für die Infrastruktur, das Personal und die Lehre ab. Kein Wunder also, dass der FWF mit einer ständig steigenden Zahl von Förderanträgen konfrontiert ist. Seine Dotierung durch den Bund kann damit längst nicht mehr Schritt halten. 2019 wurden Projekte im Gesamtwert von rund einer Mrd. Euro eingereicht, wovon Anträge im Wert von 237 Mio. Euro genehmigt werden konnten. 86,6 Mio. Euro davon entfielen auf die Medizin und die Biologie. Weitere exzellente Projekte aus allen Disziplinen im Wert von knapp 60 Mio. Euro mussten aufgrund fehlender Mittel abgelehnt werden. Klement Tockner: „Dadurch verliert unser Land jährlich rund 500 großartige Talente, die so entweder ins Ausland gehen oder der Wissenschaft für immer den Rücken kehren.“ Diese Situation missfällt auch der OECD. Sie hat Österreich kürzlich mit Nachdruck empfohlen, deutlich mehr in die wettbewerbliche Grundlagenforschung zu investieren und nicht ausschließlich dem Druck kurzfristiger Wirtschaftsmaßnahmen nachzugeben.
Dreh- und Angelpunkt für den FWF: die „Exzellenzinitiative“
Schon im August 2019 hatte die „Allianz österreichischer Wissenschaftsorganisa-tionen“ (FWF, Wissenschaftsrat, Universi-tätskonferenz Uniko, Akademie der Wissenschaften, ERA Council Forum Austria und IST Austria) eindringlich auf die prekäre Lage aufmerksam gemacht. In der Folge erging seitens des Wissenschaftsministeriums an den FWF und die Räte der Auftrag, ein Konzept für eine „Exzellenzinitiative“ auszuarbeiten. Diese sollte aus den Säulen „Exzellenzcluster“ (aufbauend auf den bestehenden Stärken des Sektors), „Emerging Fields“ (neue Themenfelder, auf denen man schließlich international führend sein will) und „Austrian Chairs of Excellence“ (Unterstützung bei der Gewinnung der „besten Köpfe“ bei Berufungen) bestehen. Das Konzept der Exzellenzinitiative liegt längst vor. Seitens der Politik gelte es nun, das von ihr gezeigte Commitment durch entsprechende Geldmittel zu bestätigen, so auch Martin Gerzabek.
Die Grundeinstellung der Gesellschaft zur Forschung ist ausbaufähig
Auch der Arzt, Biologe und Professor an der Medizinischen Universität Innsbruck, Lukas A. Huber, erkennt großen Handlungsbedarf und führt dazu folgendes Beispiel an: „Die rund 230 Millionen Euro, welche der FWF pro Jahr vom Bund erhält, entsprechen etwa jener Summe, die alleine der Universitätsstandort Heidelberg von der DFG bekommt.“ Er ortet bei uns aber auch eine überlange Review-Dauer bei Einzelanträgen und einen „generell ge ringen Stellenwert“, den die Forschung in der Gesellschaft habe. „Wahrgenommen wird diese nur, wenn es um das Funktionieren der Unis oder um die Bereitstellung von Studienplätzen geht.“ Zu diesem Urteil beigetragen haben sicher auch entsprechende Rückmeldun-gen von Mitgliedern der „Österreichischen Gesellschaft für Molekulare Biowissen-schaften und Biotechnologie“ (ÖGMBT), der Huber als Präsident vorsteht. Die ÖGMBT vertritt die Interessen von mehr als 1.300 Wissenschaftlern, Studierenden und 60 Unternehmen, wobei sowohl die Grundlagenforschung als auch die Angewandte Forschung bis hin zur Umsetzung der Ergebnisse abgedeckt werden.
Jedoch habe „Corona“ den Blick der Menschen stärker auf die Forschung gelenkt. Insgesamt seien über das Virus bzw. die Pandemie weltweit bisher rund 45.000 Arbeiten publiziert worden. Als international gefragter Reviewer weiß Huber über die dabei aufgetretenen Qualitätsdefizite Bescheid. „Auch daran wird klar, wie wichtig eine gut dotierte Grundlagenforschung samt effizienten Review-Prozessen ist.“
Der ÖGMBT-Präsident trägt die Forderungen der „Allianz der Österreichischen Wissenschaftsorganisationen“ mit. Er verlangt aber zudem ein Weiterdenken in Richtung Stiftungen, wie sie in den USA, Großbritannien und in der Schweiz gang und gäbe sind. Als Beispiel nennt er die ETH Zürich, die auf diese Weise pro Jahr rund 100 Millionen Euro einnimmt. Huber teilt damit zugleich einen Seitenhieb in Richtung Österreichische Nationalbank aus, die ja ihren traditionsreichen „originären Jubiläumsfonds“ fortan nur mehr „notenbankrelevanten Fragestellungen“ zur Verfügung stellt. Die Schweiz habe aber auch nicht minder Wichtiges längst umgesetzt: Das eidgenössische Dotierungsverhältnis zwischen Grundlagenforschung und Angewandter Forschung verhält sich genau umgekehrt zu unserem Modell.
Wettbewerb um die besten Talente
Ohne Zweifel könnte Österreich die Grundlagenforschung auch ins Ausland auslagern und die Ergebnisse abschöpfen. Klar ist aber, dass dadurch weitere Abhängigkeiten entstünden und das Land noch mehr Kreative verlieren würde. Gelder, um dieses Szenario zu vermeiden, sind vorhanden. Für viele Fachleute geht es vielmehr um die Frage, worin investiert wird. Das „Prinzip Gießkanne“ dürfte jedenfalls – gerade in Zeiten des weltwei-ten Wettbewerbs um die „besten Köpfe“ – nicht das optimale sein. Eine immer öfter genannte Möglichkeit, Bundesmittel zielgerichteter und mit besseren Resultaten zu vergeben, ist es, deren Höhe an der Zahl der an einer Lehr- bzw. Forschungseinrichtung angesiedelten „Besten“ zu bemessen. Dies ist in vielen anderen Staaten längst gängige Praxis, während in Österreich nach wie vor im Wesentlichen die Anzahl der Studierenden oder der abgeschlossenen Studien zählt („Modus Gießkanne“). Resultat davon sei es, so Klement Tockner, dass es nach dem jüngsten Ranking der „Times“ nur die Universität Wien unter die Top 200 der Welt geschafft hat. Zum Vergleich: in der Schweiz sind es sieben, in Holland elf Universitäten. Die Ermittlung, ob ein Standort „top“ ist (oder eben nicht), würde in der Folge wohl auch die Diskussion um die Kleinteiligkeit (22) der heimischen Universitätslandschaft erübrigen. Als Bewertungskriterium empfiehlt Tockner die Zahl der erfolgreichen Einrei-chungen einer Institution beim FWF. Ein für ihn positiver Nebeneffekt: „Die Politik“ würde dadurch mehr vorzeigbare Spitzenleistungen sehen, die sie ja gerne vor den Vorhang holt. Die erwähnte „Exzellenz-initiative“ sei auch deshalb so wichtig. Im Zusammenhang mit ihr empfiehlt Lukas A. Huber allerdings, zuerst eine ausreichende Dotierung für Einzelanträge zu sichern und die „Spezialforschungsbereiche“ besser zu finanzieren, da gerade diese geeignet seien, einem Campus positive Impulse zu verleihen.
„Internationalität“ sieht anders aus
Ausbaufähig wäre ohne Zweifel auch die „Internationalität“ an den heimischen Forschungs- und Lehrstätten. Kamen laut „Profil“ im Jahr 2013 im Schnitt bereits 20 Prozent der Professoren aus Deutschland (Uni Wien und Uni Salzburg ca. 38 %), soll ihr Anteil heute mancherorts schon bei deutlich über vierzig Prozent liegen. Hinzu kommt noch die von den jeweiligen Kräf-ten mitgebrachte „Entourage“. Ein „brain drain“ ist in dieser Hinsicht also nicht feststellbar. Die Jobaussichten für heimische Kräfte dürften dadurch nicht gerade steigen. Für Klement Tockner und Lukas A. Huber ist diese Situation deshalb unbefriedigend, da sie nur einen Teil der europäischen Vernetzung darstellt – und davon bloß nur einen Aspekt. Wovon wir aber tatsächlich mehr bräuchten, so die beiden Experten unisono, wären mehr Talente aus aller Welt! Chancen dafür dürfte etwa der „Brexit“ bieten. Was sich diesbezüglich tut, könnte sich bereits anhand der in Österreich zur Besetzung anstehenden rund 360 neuen Professuren zeigen und, sollte sie tatsächlich verwirklicht werden, auch im Kontext mit der neuen Technischen Universität in Linz.
Beim FWF befasst man sich aber auch mit Initiativen, die der Bevölkerung den Wert der Grundlagenforschung vermitteln sollen. Angedacht sind etwa die Intensivierung der Kooperation mit dem ORF und mit Tageszeitungen sowie Publikumsveranstaltungen wie jene 2018 am Maria-Theresien-Platz in Wien. Damals konnten innerhalb von vier Tagen rund 35.000 Menschen für Wissenschaft und Forschung begeistert werden.
Published in: Chemiereport 06/2020
FEMS Affiliates Letter - August 2020
Monday, 31 August 2020 01:10As member of the ÖGMBT you are automatically also member of the Federation of European Microbiology Societies (FEMS). The FEMS Affiliates Letter of August 2020 has the following content:
Page 2-3: FEMS Microbiology News
Page 4-5: Research from the FEMS Journals
Page 6-7: MicroLife - inaugeral editorial, FEMS Microbes
Page 8-9: Grants Corner, Events & Opportunities
Page 10: Deadlines, Videos, Extras
ÖGMBT ist Mitglied im HTS (Human.technology Styria)-Cluster
Monday, 24 August 2020 18:07Die Human.technology Styria GmbH (HTS) ist eine 2004 gegründete Clusterorganisation mit dem Schwerpunkt Humantechnologien. Bei der HTS steht der Mensch im Mittelpunkt sowie jene Technologien und Dienstleistungen, welche die Entwicklung des Menschen vorantreiben, uns Menschen unterstützen oder unsere Gesundheit verbessern.
Die ÖGMBT stellt sich im Cluster-Magazin botenstoff 03/2020 als neues Mitglied vor.

European Biotech Week 2020
Monday, 24 August 2020 05:08Within the framework of the European Biotech Week 2020, EuropaBio (the European Association for Bioindustries) has launched the #BiotechFan Photo Contest, a competition aiming to engage with all European citizens, by raising awareness and making biotech accessible to local communities, and by showing concrete examples to explain how biotech surrounds and supports us in everyday life, also in light of the recent COVID-19 pandemic.
Inaugurated in 2013, the European Biotech Week celebrates biotechnology: an innovative and vibrant sector launched by the discovery of the DNA molecule back in 1953, and this year EuropaBio has the pleasure to invite YOU to collaborate to the success of the European Biotech Week 2020 (September 28 - October 4)!
How to enter the #BiotechFan Photo Contest
Any EU citizen and permanent EU resident above the age of 18 is eligible to enter. Participants may enter the competition by submitting their entries via entry form on the Biotech Week website. Each entry must be accompanied by a short description containing the name of the author, the place where the photo was taken and how it relates to the #BenefitsOfBiotech. Each participant can submit a maximum of two entries, and two winners will be selected in each category of Health and Sustainability: the prize for each category is 500€!
How to join the #EuropeanBiotechWeek
The European Biotech Week comprises a weeklong series of events, and you can join it either by partaking in, or organizing an event, any time from 28 September – 04 October, 2020. You can directly submit an event on our website or contact the European Biotech Week coordinators. Take a look at previous events for inspiration!
EuropaBio would be glad to have YOU onboard for this adventure, and it would be great if you could support us by participating in the contest, joining/hosting an event or just spreading the word!
Should you be interested in this collaboration or should you have any further questions, please do not hesitate to contact us: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.; +32 2 739 11 81. We look forward to hearing from you!
Call for Applications for Bioeconomy Youth Champions
Monday, 24 August 2020 04:19The Call for Applications for Bioeconomy Youth Champions is out now!
https://gbs2020.net/about/call-for-applications/
The International Advisory Council on Global Bioeconomy (IAC) is looking for young champions motivated to engage with the global bioeconomy youth during the virtual Global Bioeconomy Summit 2020, 16th – 20th November 2020.
What’s the aim of the call?
The objective of this call is to bring together an eclectic and geographically diverse leadership group of young people, from across the globe, who will act as ambassadors for the bioeconomy at GBS2020. These ambassadors will help represent the diversity of the young global bioeconomy community at GBS2020.
Possible Outputs during GBS2020:
- Organizing a 2-hour youth session in advance of the Summit to connect inspiring young people from around the world to exchange opinions and engage in an open dialogue on global bioeconomy development
- Developing a youth statement on the theme of GBS2020
- Developing a report on youth concerns, motivations, actions, approaches and demands for global bioeconomy development
What are the benefits?
Ambassadors will get the chance to participate in GBS2020 and to present their work to an international and expert audience.
Who can apply?
Young people with a strong interest in global bioeconomy development, e.g. high school and college students, young researchers and academics, young professionals, policymakers and entrepreneurs, young non-profit leaders, journalists and social media influencers.
The applicants are required to meet the following eligibility requirements:
- Between the ages of 15-35
- Strong command of English
- Interest in global bioeconomy development
- High school and college students, young researchers and academics, young professionals, policymakers and entrepreneurs, young non-profit leaders, journalists and social media influencers
- Eligible Regions: Open for all
Selection Process
All applications received will be evaluated by a jury. The jury is composed of the following IAC Members:
- Roman Brenne, Policy Officer at European Commission, DG Research & Innovation, Bioeconomy and Food Systems Unit
- Achim Dobermann, Chief Scientist of the International Fertilizer Industry Association (IFA)
- Elspeth MacRae, Chief Innovation and Science Officer at SCION
- Adrián Rodriguez, Chief of the Agricultural Development Unit of the UN Commission for Latin America and the Caribbean (UN-ECLAC)
- Flora Ismail Tibazarwa, Program Director for the Southern African Innovation Support Programme (SAIS 2)
The jury will select 5 – 7 ambassadors from across the globe. The jury strives for a broad variety of views and people (e.g. in terms of expertise and background, gender, nationality, career stage).
Applicants are asked to provide a brief (about 1 page) profile to present her-/himself including background and interest in bioeconomy, career stage, a short proposal for their specific output during GBS2020 and ideas on how to foster a global bioeconomy youth community after GBS2020. Candidates will have the opportunity to pitch their ideas to the jury. Jury decisions will be final. Candidates will be contacted by e-mail.
Applications will be judged based on the following criteria:
- formal requirements mentioned above
- demonstration of the interest in the bioeconomy, regardless of professional experience
- ideas for output during and after GBS2020
- creativity
Further requirements:
- Submission: Candidates may submit only one application. They will be asked to submit their work electronically to the Conference Office of the Global Bioeconomy Summit. All submissions must bear the name and the (e-mail) address. Submission language is English.
- Deadline: All entries must be submitted by 1 September 2020.
- Format: Entries can be submitted in the following format: 1-page Word or PDF document
Als würde die wissenschaftliche Welt plötzlich stillstehen
Monday, 17 August 2020 09:50Die Young Life Sciences Austria (YLSA) vernetzen junge Mitglieder der ÖGMBT miteinander. Wir haben mit
einigen von ihnen über ihre Erfahrungen mit den aufgrund COVID-19 verhängten Maßnahmen gesprochen.
Die weitgehenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens zum Schutz vor der Ausbreitung der COVID-19-Pandemie brachen im März sehr plötzlich auf Österreich herein. Auch die in der biowissenschaftlichen Forschung Tätigen waren gezwungen, mit einem Mal ihre Arbeitsweise zu ändern. Kevin Domanegg zum Beispiel hat gerade an seinem Bachelor Praktikum am IST Austria gearbeitet und sich dabei mit dem Transport von Phytohormonen im Zuge der Pflanzenentwicklung beschäftigt. Sein Studium der „Molekularen Biotechnologie“ an der FH Campus Wien beinhaltete auch ein 20-wöchiges Praktikum, das er in der Gruppe von Eva Benková am IST Austria absolvierte. „Wir wurden auf home-Office umgestellt und alle Experimente mussten abgebrochen werden“, erzählt Domanegg: „Dies war vor allem deshalb schade, da ich zu diesem Zeitpunkt eigenständig zu arbeiten begann und noch gerne viele Aspekte beantwortet hätte.“ Glücklicherweise hatte er in den Wochen davor ausreichend Daten erhoben, deren Analyse er sich nun widmen konnte. Mit der Reaktion des IST Austria zeigt sich Domanegg zufrieden: „Auch wenn der Lockdown relativ rasch erfolgt ist, so hatte ich doch das Gefühl, dass wir auf diesen Fall vorbereitet wurden. Wir hatten dazu Gruppenmeetings, in denen bereits im Vorfeld besprochen wurde, was jeder Einzelne von zu Hause aus erledigen könnte.“ Außerdem wurden, als der Lockdown einmal in Kraft war, tägliche Update-E-Mails versendet, um den Forschern einen Überblick über die sich ständig verändernde Situation zu geben. Auch wenn die Arbeit im Labor nicht im Vordergrund steht, zogen die Virus-bedingten Maßnahmen starke Veränderung in der Arbeitsweise nach sich, wie das Beispiel von Benjamin Bayer zeigt: „Da ich glücklicherweise sehr viel am PC arbeite und einen Remote-Zugang zu meinem Rechner im Büro hatte, konnte ich meine Arbeit beinahe nahtlos fortsetzen.“ Dennoch hat es etwas Zeit in Anspruch genommen, den Computer zu Hause vollständig arbeitstauglich zu machen und alle benötigten Softwares zu installieren. Bayer war gerade dabei, seine Dissertation am Institut für Bioverfahrenstechnik der BOKU abzurunden. Er arbeitete dabei im Zuge eines FFG-Projekts an der Modellierung von Prozessen und der Implementierung von neuen Qualitätssicherungskonzepten in der biopharmazeutischen Produktion. Im August 2019 wurde aus dem Projekt das Startup Novasign GmbH gegründet. Neben der Dissertation widmete sich Bayer daher dem Ausarbeiten einiger Ideen für das neu gegründete Unternehmen, als sich die Gangart mit einem Mal änderte: „Die Kommunikation im Team wurde natürlich erschwert. Es ist doch etwas anderes, wenn man sich nur kurz umdrehen muss, um etwas zu erfahren.“ Zudem wurden auch einige der potenziellen Kooperationen abgesagt, da sich der Fokus der meisten Firmen umorientiert hatte. „Zusammengefasst würde ich sagen, es hat sich so angefühlt als würde die wissenschaftliche Welt plötzlich stillstehen“, so Bayer.
Die Rettung der teuren Mäuse
In anderen europäischen Ländern konnte man ähnliche Erfahrungen machen: Marion Salzer arbeitet als Postdoc am „Center for Genomic Regulation“ in Barcelona. Ihr Projekt beschäftigt sich mit der Frage, ob „schlafende Eizellen“, die in den Ovarien von Frauen darauf warten, dass sie aktiviert werden und anfangen zu reifen, in dieser Zeit einem Alterungsprozess unterliegen. Für eine solche Arbeit waren die Auswirkungen der verordneten Einschränkungen massiv: Viele Facilities waren großteils geschlossen, und die Hälfte der Maschinen war nicht in Betrieb, da in den Räumen auch nur die Hälfte der sonst üblichen Anzahl von Personen arbeiten durfte. „Ich war im März gerade dabei, diese Eizellen mittels FACS zu isolieren und Transplantationsexperimente durchzuführen, bei denen alte Ovarien in junge Mäuse transplantiert werden und vice versa“, erzählt Salzer. Der Lockdown hatte zur Folge, dass die Maus-Facility des Instituts forderte, zahlreiche Mauslinien zu töten, da der Zugang des Personals zur Einrichtung reduziert werden musste. „Ich habe eine Woche lang damit verbracht, das zu verhindern, da meine Mäuse alt und daher extrem teuer sind.“ Kevin Domanegg ist froh, dass sich für ihn durch den Lockdown keine Verzögerungen ergeben haben: Er hatte genügend Daten, um die Auflagen der Bachelorarbeit zu erfüllen, die von der FH zudem an die aktuelle Situation angepasst wurden, um den Studenten beim Abschluss entgegenzukommen. Benjamin Bayer bedauert, dass nicht nur sein Rigorosum, sondern auch die meisten Konferenzen nun online stattfinden müssen: „Konferenzen sind für unser Startup in der Anfangsphase sehr wichtig, um Aufmerksamkeit zu erhalten und gesehen zu werden.“ Die Idee der schrittweisen Öffnung fand Marion Salzer gut: „Man war sich zwar nie ganz sicher, was man jetzt darf und was nicht, aber im Endeffekt waren die ganzen Diskussionen über die sich ständig ändernden Regeln unterhaltsam.“
Life Science Career Fair
Wie in Chemiereport, Ausgabe 4/2020, berichtet, findet die diesjährige ÖGMBT-Jahrestagung in einem völlig veränderten Online-Modus statt. Nach einem Kickoff-Event (ebenfalls online) von 21. bis 23. September werden in einer Serie von „Life Science Tuesdays“ bis Ende März 2021 an jedem zweiten Dienstagnachmittag virtuelle Communities zu speziellen Themen zusammentreffen. Damit stellte sich aber auch die Frage, wie man in diesen Modus den gut etablierten „Career Day“ einbetten will, bei dem sich Firmen als potenzielle Arbeitgeber präsentieren und Jungforscher an ihren Karrierepfaden feilen. Die Antwort ist die „Life Science Career Fair“ – eine virtuelle Plattform für Arbeitgeber und Karriereinteressierte, die, wie die Tagung selbst, bis März 2021 „geöffnet“ haben wird. „Wir haben ein leicht zugängliches Format mit hoher nationaler und internationaler Sichtbarkeit entwickelt, bei dem Berufsbilder und Karrieremöglichkeiten in den Life Sciences vorgestellt werden“, sagt dazu ÖGMBT-Geschäftsführerin Alexandra Khassidov. Die virtuelle Messe wird jeden Tag rund um die Uhr offen stehen, optional können „Sprechstunden“ und individuelle Termine vereinbart werden. Live-Interaktionen sind über Text Chat und Video Calls in Gruppen oder nach Terminvereinbarung individuell möglich. Der Einstieg erfolgt im Rahmen des virtuellen Kickoff-Events, in dessen Rahmen sich die Aussteller in Kurzpräsentationen vorstellen, danach können monatliche Schwerpunkte gewählt werden. Interessierte Firmen, Forschungseinrichtungen und weitere Organisationen können sich ab sofort einen Stand sichern. Die Cluster-Organisationen LISAvienna, ecoplus, Human Technology Styria und Standortagentur Tirol sowie die Plattform Life Science Austria (LISA) konnten als Partner gewonnen werden. Dazu Sonja Polan von aws Life Science Austria: „Mit der Unterstützung der diesjährigen ÖGMBT Life Science Career Fair können wir aufzeigen, welche spannenden Möglichkeiten die österreichische Life-Science-Szene den Studierenden und Absolventen bietet. Top ausgebildete Fachkräfte sind für die österreichische Branche überlebenswichtig, um das volle Potential dieses innovativen Sektors auszuschöpfen.“
FEMS Affiliates Letter - July 2020
Monday, 03 August 2020 03:46As member of the ÖGMBT you are automatically also member of the Federation of European Microbiology Societies (FEMS). The FEMS Affiliates Letter of July 2020 has the following content:
Page 2-3: FEMS Microbiology News
Page 4-5: Research from the FEMS Journals
Page 6-7: Two New Journals: MicroLife, FEMS Microbes
Page 8-9: Grants Corner, Events & Opportunities
Page 10: Deadlines, Videos, Extras
FEMS - Get Involved bulletin – July 2020
Friday, 31 July 2020 08:45The FEMS Get involved bulletin is out! Read the July issue with microbiology research, events and calls.
Some highlights:
- Call for contributors for the #FEMSmicroBlog - articles with impact
- FEMS Microbiology Ecology Webinar: Environmental Dimension of Antibiotic Resistance
- International Microorganism Day 2020 on 17 September
- FEMS2021 goes online
- Grant application deadlines
- Peer Review Week 2020 'Trust in Peer Review' (Sept. 21-25)
The ÖGMBT has a very wide international network and is a member of several relevant scientific societies like FEMS. ÖGMBT members are automatically members of these societies and are entitled to benefits such as travel grants, short-term and long-term fellowships, Awards etc. Current calls and deadlines are published on our webpage and are sent to our members within the ÖGMBT newsletter.
Further info: https://www.oegmbt.at/ueber-uns/internationales
Das Tal der Pflanzen
Monday, 11 February 2019 16:35In Tirol hat sich rund um die Aktivitäten des ADSI ein pflanzen-wissenschaftlicher Forschungsschwerpunkt herausgebildet, der nun unter der Marke „Phytovalley“ firmiert.
Es ist wohl nicht in erster Linie der hohen Diversität an Pflanzenarten zu verdanken, die Tirol mit seiner Lage inmitten der Alpen beherbergt, dass hier in den vergangenen Jahren ein wissenschaftlicher Schwerpunkt zum Thema Pflanzeninhaltsstoffe entstanden ist. Dies hat vielmehr mit der Kompetenz auf den Gebieten Analytische Chemie, Zellbiologie und Bioinformatik zu tun, die in Innsbruck seit langem aufge-baut wurde. Michael Popp, Eigentümer von Bionorica, einem der führenden Hersteller pflanzlicher Arzneimittel, war dieses Profil seit langem bekannt, hatte er doch selbst an der Uni Innsbruck in Analytischer Chemie promoviert. 2005 siedelte er die For-schungstochter Bionorica Research GmbH hier an, um die Wirkung pflanzlicher Arzneimittel wissenschaftlich zu beforschen und hat seither ein GLP-konformes Phytoscreening für die Arzneimittelentwicklung aufgebaut.
Als 2012 das ADSI (Austrian Drug Screening Institute) gegründet wurde, war Bionorica von Anfang an als Unternehmenspartner mit dabei. „Das ADSI ist in der Beschäftigung mit natürlich vorkommenden Verbindungen das Bindeglied zwischen Grundlagenforschungsinstitutionen und Industriebetrieben“, sagt dazu Günther Bonn, wissenschaftlicher Leiter des ADSI und Professor für Analytische Chemie an der Uni Innsbruck. Das Institut verbindet Kapazitäten auf mehreren Fachgebieten miteinander: In der Analytischen Abteilung versteht man sich auf chromatographi-sche Trennmethoden, Massenspektrometrie sowie IR- und Ramanspektroskopie. Hier können Pflanzenextrakte schnell und systematisch nach wirksamen Substanzen durchsucht werden. Im Bereich der Zellbiologie ist man auf Screening-Methoden spezialisiert, die die Wirkung chemischer Verbindungen auf Signaltransduktionswege, Zell-Zell-Wechselwirkungen und Immunmodulation testen. Auf diesem Gebiet profitiert man vom Know-how der Zellbiologie-Abteilung der Medizinischen Universität Innsbruck, die von ADSI-Mitgründer Lukas Huber geleitet wird. Die Bioinformatik-Abteilung schließlich kombiniert die analytisch-chemischen und die biologischen Daten und führt sie in Datenbanken zusammen. Ergänzt wird das methodische Portfolio durch ent-sprechendes Know-how auf dem Gebiet der Extraktion und Fraktionierung bioaktiver Substanzen. Huber, der derzeit ÖGMBT-Prä-sident ist, kann auf eine langjährige Firmenmitgliedschaft des ADSI in der ÖGMBT verweisen. „Es wird immer wichtiger, unter-schiedliche Forschungsdisziplinen miteinander zu vernetzen, und auch eine Brücke zwischen Grundlagenforschung und der Industrie zu bauen. Genau hier spielt die ÖGMBT eine wichtige Rolle - durch ihre ausgedehnte Community bietet die ÖGMBT den For-schern, egal ob jung oder erfahren, die perfekte Vernetzungsplatform um vielfachen Austausch zu ermöglichen“, so Huber.
Phytopharmakologie, Phytokosmetik, Phytoernährung
Mit diesem Rüstzeug hat sich das ADSI in den vergangenen Jahren zur Drehscheibe der Phytochemie entwickelt. „Pflanzenforschung ist der Schwerpunkt unserer Aktivitäten geworden“, sagt Bonn. Gemeinsam mit Bionorica wird pflanzliches Material extrahiert, die enthaltenen Verbindungen werden analysiert und hinsichtlich ihrer biologischen Wirkungen (z. B. im Hin-blick auf metabolisches Syndrom oder entzündliche Erkrankungen) charakterisiert. Darüber hinaus konnten aber auch weitere Unternehmen als Partner gewonnen werden. Auf dem Gebiet der Phytokosmetik arbeitet man mit dem Schweizer Naturkosmetik-Unternehmen Weleda und der in Innsbruck beheimateten Firma Cura Cosmetics zusammen. In diesem Arbeitsbereich geht es darum, die Wirkung kosmetischer Produkte auf die Haut wissenschaftlich zu verstehen. Dazu werden einerseits metabolische Veränderungen und Sekrete mit der am ADSI vorhandenen LCMS-Technologie und andererseits die vielfältigen zellbiologischen Wirkungen (metabolische Aktvierung, pH-Regulierung, Zellregeneration …) untersucht. „Lukas Huber und seine Mitarbeiter haben eigene Hautmodelle entwickelt, die hier zur Anwendung kommen“, erzählt Bonn.
Ein drittes Feld hat man auf dem Gebiet der pflanzlichen Ernährung eröffnet. Gemeinsam mit einem österreichischen Energy-Drink-Anbieter werden z. B. die Inhaltsstoffe der zum Einsatz kommenden Pflanzextrakte untersucht. „Die Forschungsarbeiten auf allen drei Gebieten dienen der Eta-blierung von Qualitätsstandards und der Entwicklung von Produkten, die Wirksamkeit und Produktsicherheit optimal mit-einander verbinden“, so Bonn.
Eine neue Marke
Um all das unter einem griffigen Begriff zusammenzufassen, haben sich die Innsbrucker Forscher um Bonn die Marke „Phyto-valley“ schützen lassen. Das Label soll zum Ausdruck bringen, dass man im Inntal die Kompetenzen von Forschung und Unternehmen miteinander verbindet. Mit der räumlichen und organisatorischen Nähe zu den Innsbrucker Uni-Kliniken steht auch die Infrastruktur für klinische Anwendungen zur Verfügung. Dazu Bonn: „Durch die hohe Kompetenz am Standort profitieren Universitäten, Fachhochschulen und ortsansässige Firmen, überdies hat dies den Anreiz gesetzt, dass neue Firmen nach Österreich kommen, wodurch über 130 neue Arbeitsplätze langfristig innerhalb kurzer Zeit geschaffen werden konnten.“
Neben der Finanzierung der pflanzenwissenschaftlichen Aktivitäten durch Bund und Land Tirol, steuern die Partnerunternehmen daher einen immer größeren Anteil bei. Bionorica allein hat bisher bereits mehr als 30 Millionen Euro in den Stand-ort Innsbruck investiert, vergangenes Jahr hat Firmeninhaber Michael Popp beschlossen, die Stärke des Forschungsstandorts auf dem Gebiet der Phytowissenschaften zusätzlich mit seiner privaten Stiftung zu nutzen und ein eigenes Forschungsinstitut zu gründen und vollständig zu finanzieren („Michael Popp Forschungsinstitut“). Gemeinsam mit der Uni Innsbruck wurden zwei Stiftungsprofessuren ausgeschrieben. „Das stärkt die Situation des Standorts enorm“, meint dazu Bonn.
Die internationale Sichtbarkeit der phytowissenschaftlichen Aktivitäten in Tirol wurde auch durch die von 13. bis 15. Jänner bereits zum zweiten Mal stattfindenden „Austrian Summit on Natural Products“ erhöht. Das Symposium brachte internationale Exper-ten auf dem Gebiet der bioaktiven Substanzen und ihrer Anwen-dung in Pharmazie und Phytokosmetik nach Seefeld in Tirol.
Leistungsschau der österreichischen Life Sciences
Monday, 11 February 2019 16:08450 Teilnehmer kamen von 17. bis 20. September zur ÖGMBT Jahrestagung nach Wien. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Gesellschaft war diese heuer mit 21 Sessions besonders breit angelegt.
Die ÖGMBT Jahrestagung 2018 war nicht eine wie jede andere. Die Ge-sellschaft, die unter ihrem Dach Biowissenschaftler aller Disziplinen ver-sammelt, feierte ihr zehnjähriges Beste-hen. „Die Jubiläumskonferenz war etwas ganz Besonderes und wurde gegenüber den vorherigen Tagungen auch um ei-nen Tag verlängert. Dadurch konnten wir ein Programm gestalten, das die öster-reichische Life-Science-Szene sehr schön darstellte“, meint Michael Sauer, Vorsit-zender des Organisationskomitees und ÖGMBT-Zweigstellenleiter Ost. „Die Session Chairs kamen aus ganz Österreich – es wurde auf eine breite geografische und thematische Verteilung Wert gelegt – und von sehr vielen verschiedenen Institutio-nen, um die Vielfältigkeit der österreichi-schen Szene sichtbar zu machen“, sagt Sauer. Mehrere von der Industrie organi-sierte Vortragsstränge unterstrichen die enge Kooperation von Biotech-Unterneh-men und akademischer Forschung. Auch die „Biophysics Austria“ hielt, wie bereits in den vergangenen Jahren, ihr Jahres-treffen im Rahmen der Tagung ab.
Ein Highlight des Programms war der Vortrag von Joshua Rosenthal vom Marine Biological Laboratory in Massachusetts über RNA-Editing in Kopffüßern, die sich durch hohe Intelligenz und Werkzeug-gebrauch auszeichnen. „Rosenthal spe-kulierte über einen Zusammenhang zwi-schen intelligentem Verhalten und dem besonders auffälligen RNA-Editing in die-sen Tieren. Beim RNA-Editing wird die bereits hergestellte mRNA nachträglich verändert, die Sequenz entspricht also nicht derjenigen, die eigentlich im Gen codiert war“, erzählt Sauer. Gleich zwei Vortragsstränge beschäftigten sich mit antimikrobiell wirkenden Verbindungen. „Die Resistenz vieler Keime gegen Antibio-tika ist eine der größten Herausforderun-gen, der sich unsere Gesellschaft stellen muss“, streicht Sauer die hohe Bedeutung der Thematik hervor. Insgesamt lud das wissenschaftliche Komitee 35 internati-onal renommierte Vortragende ein und wählte 86 Short Talks aus allen einge-reichten Abstracts aus.
Publikumsvoting und Geburtstagsparty
Die Kür der besten Vorträge jun-ger Wissenschaftler wurde heuer erstmals per Publikumsvoting am letzten Tag ermittelt. „Vorträge zu vergleichen ist immer schwierig, es gibt ja parallele Sessions, sodass man gar nicht alle Vor-träge hören kann. Mit einer Jury ist das daher schwierig zu lösen“, meint Sauer dazu. Das Publikum machte begeistert mit, es kam zu einem spannenden Ren-nen – mit schlussendlich vier Siegern, da zwei Kandidaten es aequo auf einem Platz lagen. „Sponsor Hermann Katinger von Polymun Scientific hat sich sofort bereit erklärt, auch diesen Preis zu finanzie-ren“, berichtet Sauer. Benjamin Bayer, Noa Wolff, Magdalena Schneider und Dominik Jeschek wurden ausgezeichnet. „Unsere Jahrestagung in Wien hat wieder sehr eindrucksvoll belegt, wie viel Poten-zial von jungen Wissenschaftlern unseres Landes in der ÖGMBT gebündelt wird. Die Vorträge der Preisträger und Teilnehmer sowie die Postersession waren heuer wie-der von besonderer Qualität“, meint der frischgewählte ÖGMBT-Präsident Lukas Huber.
Die wissenschaftlichen Vorträge waren auch in diesem Jahr in ein umfangreiches Rahmenprogramm eingebettet. Die Teil-nehmer konnten Berührungspunkte von Wissenschaft und Kunst kennenlernen, dazu auch eigene Kunstwerke präsentie-ren, an Unternehmensworkshops teilneh-men oder (in Zusammenarbeit mit Life Science Karriere-Service) ihren CV bewer-bungstauglich machen lassen. Die ÖGMBT Young Life Scientists Austria organisierte eine „Career Session", bei der unterschied-liche Berufsfelder beleuchtet wurden. Und schließlich wurde bei „Wine & Science“ (ausgerichtet von den 35 Ausstellern) und der „10 Jahre ÖGMBT“-Party auch ausgie-big „genetzwerkt“ und gefeiert.
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The Federation of European Biochemical Societies (FEBS), of which our society is a member, has established the FEBS Research Academy, bringing together 100 distinguished scientists from across Europe and beyond. The Academy aims to recognise scientific excellence, foster collaboration and strengthen the life sciences research community. The Founding Members Directory is now online! Explore the profiles of the Academy's members, discover their research expertise and learn more about this new…16.10.2026,
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Countdown: Website im neuen Design!
Liebe Newsletter-Abonent:innen! Nach langer und genauer Vorbereitung ist es in den kommenden Tagen endlich soweit und unsere neuen Websites gehen online! Folgen Sie unserem Countdown auf Instagram und seien Sie beim Launch Live dabei! Und auch sonst ist einiges los bei den Projekten von Open Science! Als Partnerorganisation im internationalen FANTOM-PhD-Programm freuen wir uns besonders, dass Katarina Mišura im Rahmen ihres PhD-Studiums einen Teil ihrer Arbeit auch der Wissenschaftskommunikation widmete.…13.10.2026,
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IUBMB October 2026 Newsletter
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Stronger Together: The 18th ÖGMBT Annual Meeting in Review
Three days at the Vienna Biocenter, two international meetings in one, and 370 participants. We'd call that a success. The FEMS Regional COLLAB opened the meeting with no lecture marathons, just plenty of room to network and spark future collaborations. Then FEBS3+ kicked off with conductor Katharina Wincor, whose keynote showed how much an orchestra and a research group have in common. The Young Investigator Breakfast brought together 35 curious…05.10.2026,
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Your FEBS Network highlights - Mid July
Hello dear ÖGMBT members, Here's a list of the great content selected as a highlight in the past 2 weeks. New course on advanced lipidomics technologies We are delighted to announce an exciting new hands-on course on advanced lipidomics: the FEBS Combined Practical and Lecture Course ‘Advanced lipidomics technologies to study lipid biology’. It wil... Read more Maria Fedorova Professor for Lipidome Research, Technical University Dresden Could your…30.09.2026,
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EFB Newsletter - July 2026
ASBE8: extended deadlines and early career scientist bursaries The deadlines for abstract submission and early bird registration for the Applied Synthetic Biology in Europe (ASBE Conference) have been extended to 16 August 2026. Submit your abstract and register before the deadline to benefit from the reduced registration fee. In addition, we offer early career bursaries supported by the Federation of European Microbiological Societies (FEMS) and the EFB Bioengineering and…30.09.2026,
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FEBS News | September 2026: Opportunities, upcoming events and key deadlines
The latest news, opportunities and key dates from across FEBS. …23.09.2026,
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Winners of Life Scinces Awards Austria 2026
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GenScript Launches TurboCHO™ Protein Expression Kit, Delivering the Fastest Path to Antibodies
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Life Sciences Awards Austria - Deadline: May 27
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18th ÖGMBT Annual Meeting 2026 | FEMS Regional COLLAB & FEBS3+ Meeting, Vienna
Registrations Now Open! 18th ÖGMBT Annual Meeting 2026 | FEMS Regional COLLAB & FEBS3+ Meeting, Vienna Dear Members of the ÖGMBT, There are moments in the life of a scientific society that make all the effort worthwhile — moments that justify the countless late evenings, the intense negotiations, the revisions, the setbacks, and the stubborn, unwavering belief that something truly new is possible. Today is one of those moments. We…19.05.2026,by Nachbaur
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Your June Update: FEMS MICRO 2025 & Latest Research
Dear ÖGMBT member, Welcome to the June edition of our newsletter. As the summer heats up, so does the excitement here at FEMS, particularly as we are less than three weeks away from the highly anticipated FEMS MICRO 2025: Congress & Exhibition in Milan, happening from 14-17 July. We have worked tirelessly to ensure everything is ready for this not-to-be-missed event. The interactive programme is now live, offering a detailed look at…26.06.2025,by Nachbaur
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Open Science -News 05/2024
Am 24.5.2024 findet wieder die Lange Nacht der Forschung statt! Open Science ist dieses Mal mit Mitmachstationen zum Thema Allergien und zur Genschere CRISPR an zwei Standorten mit dabei. Bei unseren Projekten hat sich in letzter Zeit viel getan, wie etwa bei "Indikina": Unser interaktives Kinderbuch zum Thema Allergien bekommt aktuell noch den letzten Feinschliff und wird im Juni am Kinderliteraturfestival in Wien präsentiert! Im Projekt "BaMiKo" wird fleißig gekocht, und…15.05.2024,by Khassidov
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Open Science - News
Passend zur Zeitumstellung vom Wochenende gibt es bei uns ein neues Quiz zum Thema Chronobiologie. Dieser Forschungszweig beschäftigt sich damit, wie die innere Uhr des Menschen funktioniert und wie äußere Einflüsse auf sie wirken. Was wissen Sie darüber? Testen Sie Ihr Wissen! Unser Wissensartikel zur Chronobiologie kann Ihnen beim Beantworten der elf Fragen behilflich sein. Mit dem UniStem Day ist am 22. März eine Veranstaltung für Schüler:innen zum Thema Stammzellen erfolgreich…05.04.2024,by Putz
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Open Science - News
Im Februar hat unser neues Projekt BAMIKO gestartet, bei dem sich alles um die Mikroorganismen im Darm dreht. Demnächst sollen Kochvideos zum Thema ballaststoffreiche Ernährung und (Darm)gesundheit für Jugendliche und junge Erwachsene entstehen, wir halten Sie am Laufenden! Im Projekt „Genetik: Betrifft mich (nicht)?" fand eine Fortbildung für Lehrkräfte der Wiener VHS statt. Ende April wird es auf unserer Website neue Unterrichtsmaterialien zu Genetik und Internetrecherche geben. "I've got potential baby! Stammzellen und…13.03.2024,by Putz
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Call for Application: Peers4Careers 2024
Peers4Careers is back! Applications will be accepted through March 3, 2024 exclusively via a brief video statement. Please email your 2-minute video to This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.. Setting goals is easy, but reaching them is not always straightforward. That's where Peers4Careers (P4C) steps in – a transformative 9-month accountability program designed to empower you on your journey towards success! This program targets young but also experienced researchers, no matter whether you just started…30.01.2024,by Khassidov
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Open Science - News
Gemeinsam mit dem Vienna Open Lab und dem Institut für Molekulare Biotechnologie möchten wir am 22. März 2024 interessierte Schüler:innen wieder zum UniStem Day, dem europaweiten Stammzelltag, einladen! Für das Praxisprogramm sind Anmeldungen noch bis zum 26. Jänner möglich, für den Vortrag auch noch danach. Sollten Sie sich für Gesundheitsthemen interessieren und zur Forschung über Gesundheitskommunikation in Österreich beitragen wollen, können Sie uns unterstützen: Wir suchen Personen ab 16 Jahren, die an einer…22.01.2024,by Putz
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New SZABO-SCANDIC Logo
SZABO-SCANDIC proudly presents a new logo and would like to explain what it represents. The design emphasises our commitment to the life science sector across Europe. It stands for our unified mission to provide top-tier life science products and services as well as driving progress in research and healthcare. The icon, inspired by the DNA helix, embodies the essence of life and innovation. Since 2 years SZABO-SCANDIC is part of Europa…15.11.2023,
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Praktikum: in vitro Modelle in der Tierernährung (6 Monate, Vollzeit)DSM Austria GmbHDer Beitrag Praktikum: in vitro Modelle in der Tierernährung (6 Monate, Vollzeit) erschien zuerst auf Jobbörse und Netzwerk für Naturwissenschaftler /-innen....15.03.2025,
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