SARSCoV2: It´s home office time at ÖGMBT and we are here for you!
Contact us by phone (9:00-14:00) 0676 / 36 11 986 or E-Mail office@oegmbt.at

viewer

 

 

 

Wir sind ab nun regelmäßig im CHEMIE REPORT mit einer ÖGMBT-Kolumne mit den neuesten Entwicklungen aus der österreichischen Life Science Szene vertreten. Wenn Sie einen interessanten Beitrag dazu leisten wollen, richten Sie Ihre Anfrage bitte an die Geschäftsstelle!

 

 

Die Zellen des menschlichen Immunsystems müssen erstaunlich beweglich sein, um stets dorthin zu gelangen, wo sie ihre Wirkung entfalten. Summiert man die Wegstrecken aller Leukozyten, kommt man auf 80 in einer Sekunde zurückgelegte Kilometer. Ihre Fortbewegungsweise gleicht dabei der von Amöben: Sie stülpen einen Teil ihres Cytoplasmas aus und lassen den Rest der Zelle nachkommen. Bei ihrem Weg durch das Binde-gewebe müssen sie ein komplexes Netzwerk aus Poren und Hindernissen durchqueren. Über welchen Mechanismus sie das anstellen, darüber war bisher wenig bekannt. Jörg Renkawitz und seine Kollegen aus der Forschungsgruppe von Michael Sixt am IST Austria gingen dieser Frage nach, indem sie die Zellen durch ein von ihnen entworfenes dreidimensionales Microenvironment aus Kollagenfaser wandern ließen und sie dabei mithilfe der Licht-scheibenmikroskopie (englisch „light sheet microscopy“) verfolgten. Dabei zeigte sich, dass die Immunzellen ihr Cytoskelett dazu verwenden, den Zellkern an das vordere Zellende zu drücken, um die Breite der zur Verfügung stehenden Poren zu testen. Ist der breiteste Kanal gefunden, bewegt sich die gesamte Zelle durch diesen hindurch und nimmt so gleichsam den Weg des geringsten Widerstands, um rasch an den Zielort zu gelangen.Renkawitz ist einer von drei Wissenschaftlern, die im Rahmen der diesjährigen ÖGMBT-Tagung mit einem Life Science Research Award…
FWF Präsident Klement Tockner strahlt gespannte Ruhe aus, als wir ihn am Rande des Forum Alpbach zum Gespräch treffen. Dass das Gespräch mit immer neuen politischen Verantwortlichen, denen gegenüber er als unermüdlicher Anwalt der Grundlagenforschung auftritt, einem Kampf gegen Windmühlen gleiche, will er so nicht sagen: „Wir haben einiges erreicht, z. B. ein höheres Fördervolumen, das den Forschenden direkt zugute-kommt.“ Dennoch könne man sich damit nicht zufriedengeben, es seien visionäre Schritte für die Zukunft nötig: „Wir haben unglaubliche Talente in Österreich, der Wille zum Investieren ist da – jetzt mussman den Mut aufbringen, es auch zu tun.“ Die Forderung nach deutlicher Erhöhung der im Wettbewerb vergebenen Mittel für Grundlagenforschung wird im österreichischen Forschungssystem seit langem erhoben. Im Regierungsprogramm von ÖVP und FPÖ von Dezember 2017 wurde sie der Formulierung nach übernommen, die konkrete Umsetzung blieb zunächst offen. Im November 2018 kündigte Wissenschaftsminister Heinz Faßmann an, zwei Maßnahmen setzen zu wollen, die das im Regierungsprogramm Angekündigte kon-kretisieren sollten: eine Exzellenz-Initiative, um bestimmte Forschungsbereiche langfristig so ausstatten zu können, dass Österreich in der vordersten Liga mitspielen kann – und ein Forschungsfinanzierungsgesetz, um die geplante Erhöhung der Forschungsquote auf 3,76 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in einen festgeschriebenen Finanzierungspfad zu übersetzen. Die Konzepte für beide…
Es ist eine Ehre, die österreichischen Forschern nur selten zuteilwird: Im Mai wurde der Grazer BiochemikerRudolf Zechner in die US-amerikanische „National Academy of Science“ aufgenom-men. Damit würdigte eine der renommier-testen wissenschaftlichen Vereinigungen der Welt seine Arbeiten auf dem Gebiet der Lipolyse – dem Abbau von Fettmole-külen im Inneren von Zellen. Zechners bedeutendste Entdeckung war dabei, dass das Enzym „Adipose Triglyceride Lipase” (ATGL) der vorrangig tätige molekulare Akteur beim ersten Schritt dieses Abbaus ist. Seither stehen die Regulation des Fett-stoffwechsels und ihr Zusammenhang mit den molekularen Mechanismen der Entstehung von Krankheiten (Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs) im Mittelpunkt der Arbeit seiner Forschungs-gruppe am Institut für Molekulare Bio-wissenschaften der Uni Graz. Zudem ist Zechner Direktor von „BioTechMed“, einer Initiative, die die Forschungskompeten-zen der drei naturwissenschaftlich tätigen Grazer Universitäten (Universität Graz, TU Graz und Medizinische Universität Graz) bündeln und vernetzen will. Aus dem Programm werden auch „Young Researcher Groups“ finanziert, über die vielverspre-chende Postdocs ihre eigene Gruppe auf-bauen können.Die Erforschung des Lipid-Metabolis-mus hat in Graz eine jahrzehntelange Tradition und ist heute an allen drei Unis ver-treten. Allein am Institut für Molekulare Biowissenschaften der Uni Graz lassen sich zehn Forschungsgruppen diesem Schwer-punkt zuordnen. Das Forschungsfeld „Lipide“ der Medizinischen Universität hat 33 wissenschaftliche Partner. Im Rahmen von…
ÖGMBT-Mitgliedschaften bei internationalen Organisationen Mitglieder der ÖGMBT sind über die europäischen Dachorganisationen FEBS, FEMS und EFB mit beinahe 100.000 Wissenschaftlern international verbunden und profitieren von zahlreichen Förderungen und Aktivitäten. Biowissenschaftliche Forschung ist heute in hohem Maße international vernetzt. Es gibt kaum eine Gruppe, die nicht Kooperationspartner in anderen Ländern aufweisen könnte und deren Ressourcen und Kompetenzen nutzt. Die Vernetzung mit der internationalen Wissenschafts-Community ist deshalb auch eine der grundlegenden Aktivitäten der ÖGMBT. „Über ihr internationales Netzwerk ist die ÖGMBT mit beinahe 100.000 Wissenschaftlern verbunden. Daraus ergeben sich für unsere Mitglieder weitreichende Möglichkeiten zu Vernetzung, Karriereentwicklung und finanzieller Unterstützung“, sagt dazu ÖGMBT-Geschäftsführerin Alexandra Khassidov. „Gleichzeitig tragen diese Aktivitäten auch zur Sichtbarmachung des Life-Sciences-Standort Österreich bei.“ Wichtigste Knotenpunkte dieses Netzwerks sind die Mitgliedschaften der ÖGMBT in den drei Dachgesellschaften FEBS (Vereinigung der Europäischen Biochemischen Gesellschaften), FEMS (Vereinigung der Europäischen Mikrobiologischen Gesellschaften) und EFB (Vereinigung der Europäischen Biotechnologischen Gesellschaften). 35.000 persönliche Mitglieder aus 35 nationalen Mitgliedsverbänden zählt die FEBS. Österreich ist durch die am Uniklinikum Salzburg tätige Biochemikerin Barbara Kofler vertreten. Wie die ÖGMBT selbst veranstaltet die europäische Biochemiker-Gesellschaft einen jährlichen Kongress mit vorhergehendem „Young Scientists‘ Forum“; die Teilnahme an beiden Events wird seitens der FEBS finanziell unterstützt. Der Karriereentwicklung junger Wissenschaftler dienen…