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Wir sind ab nun regelmäßig im CHEMIE REPORT mit einer ÖGMBT-Kolumne mit den neuesten Entwicklungen aus der österreichischen Life Science Szene vertreten. Wenn Sie einen interessanten Beitrag dazu leisten wollen, richten Sie Ihre Anfrage bitte an die Geschäftsstelle!

 

 

Centrum für Chemie und Biomedizin eröffnet

on 01 May, 2012

A ls das Universitätsgesetz 2002 forderte, Institute sollten sich zu größeren, „Departments“ genannten Einheiten zusammenschließen, rannte man bei den Biowissenschaftlern der neu geschaffenen Medizin-Universität Innsbruck offene Türen ein. Schon seit längerem arbeiteten Forschungsgruppen mit verwandter Interessenslage zusammen und erkannten in einem engeren organisatorischen Zusammenschluss zahlreiche Synergien. Aus diesem Grund gründete man das „Biozentrum“, zu dessen Direktor mit ÖGMBT-Vorstand Lukas Huber, Professor für Zellbiologie, ein Wissenschaftler gewählt wurde, der von seiner Tätigkeit am Wiener „Institut für Molekulare Pathologie“ (IMP) eine vergleichbare Organisationsform bereits kannte und schätzte. Zur Nutzung dieser Synergien empfahl es sich aber, auch räumlich noch näher aneinander zu rücken, wie Huber erzählt. Aus diesem Grund trieb man die Errichtung eines neuen Gebäudes mit entsprechender Infrastruktur voran. Im Frühjahr 2012 konnte nun das fertiggestellte „Centrum für Chemie und Biomedizin (CCB)“, das, direkt am Inn gelegen, nur zwei Minuten von den anderen Gebäuden der Universität entfernt liegt, bezogen werden. Am 21. Mai wurde der neue Campus offiziell eröffnet, am 1. Juni fand die wissenschaftliche Inaugurationsfeier statt, die mit Kurt Wüthrich und Thomas Steitz gleich zwei Nobelpreisträger nach Innsbruck brachte.

Universitäts-übergreifende Kooperation

Als großen Erfolg für den Wissenschaftsstandort Innsbruck sieht man dabei an, dass in dem neuen Gebäude auch Forschungsteams der
Universität Innsbruck angesiedelt sind, von der die Medizin-Uni einst abgespalten worden ist. Gemeinsam deckt man am CCB damit ein wissenschaftliches Spektrum ab, das von Theoretischer Chemie bis Pathophysiologie und von Bioinformatik bis Zellbiologie reicht. Begonnen hat die Uni-überschreitende Kooperation mit der Veranstaltung eines jährlichen Life Science Meetings, das heuer bereits zum vierten Mal in Igls stattfindet und bei dem sich die Forscher gegenseitig berichten, woran sie gerade arbeiten. „Dadurch ist ein Mit- einander entstanden, das durch das neue Gebäude noch weiter unterstützt wird“, so Lukas Huber. Dazu tragen auch gemeinsam genutzte „Core Facilities“ bei, etwa auf den Gebieten Biooptik, Expression Profiling und Protein-Mikroanalyse. Eine weitergehende organisatorische Zusammenführung, wie sie etwa in Wien mit der Gründung der Max Perutz Laboratories unternommen wurde, erscheint dennoch vorerst nur sehr schwer realisierbar, weil der administrative Aufwand dafür sehr hoch wäre. Man nutzt aber –neben der wissenschaftlichen Kooperation und dem Austausch von PhD-Studenten und Forschungsprojekten – Synergien im Einkauf, in der Lagerung und in der Entsorgung.

 

Original Kolumne 05/2012